Das Wesen eines Tauchkursus mit einem Unterwasser-Atemgerät ist alles andere als eine entspannte oder eine ausgelutschte Angelegenheit. Zumindest war dies bei mir so. Mein Training erstreckte sich über einen Zeitraum von zwei Tagen. Inklusive war eine Mindestanzahl an Theoriestunden. Der erste Tauchgang fand dann lediglich einige wenige Stunden, nachdem sich der Tauchlehrer vorgestellt hatte, statt. Es geschah alles so schnell. Obwohl man an viele verschiedene Dinge denken und vieles lernen muss, besitzt der kontinuierlich fortlaufende Lehrgang eindeutige Vorteile. Adrenalin ersetzt die Furcht und je schneller man sich im Wasser befindet und den Ozean kennengelernt hat, desto besser ist das. Obwohl ich schon vor Ablauf des ersten Tages Clownfische und Muränen beobachtet habe, gibt es beim Tauchen einige Verhaltensregeln, auf deren Verständnis und Einhaltung der Ausbilder sorgsam geachtet hat.
Der klassische Taucherbrillen-Fehler
Fangen wir mit einigen einfachen Erinnerungen an die Tauchausrüstung an. Mein erster Fehler bestand darin, dass ich meine Taucherbrille auf dem Kopf trug, als wir das riesige Schlauchboot für unseren ersten Tauchgang durch 2 Meter hohe Wellen ins Meer schoben. Das Wasser reichte mir bis über den Bauch und ich war damit beschäftigt, das Boot vorwärts zu schieben, als mir eine unerwartete Welle schlicht und einfach die Brille vom Kopf riss und ins Meer spülte. Ich hatte eine harte Lektion gelernt: Trage deine Brille stets um den Hals, außer wenn du wirklich am Tauchen bist. Glücklicherweise trug ich Tageslinsen und lief nicht in Gefahr meine jetzigen Linsen zu verlieren!
Die Bedeutung eines Kameraden
In einer ernsteren Lage musste ich bei einem Tauchgang die Bedeutung eines Kameraden kennen lernen. So nennt man seinen Tauchbegleiter. Eine Tauchlizenz auf Anfängerniveau verbietet es einem, alleine zu tauchen. Zu Anfang des Kurses wurden die Teilnehmer in Zweiergruppen eingeteilt, die aufeinander acht geben sollten. Unglücklicherweise wurde ich mit meinem Vater zusammengewürfelt. Es war wahrscheinlich gut für ihn. Für mich jedoch bedeutete es, eine zusätzliche Last mit mir herumschleppen zu müssen. Aber lassen wir die Familienangelegenheiten beiseite. Es ist wirklich wichtig beim Tauchen mindestens zu zweit zu sein. Wenn beispielsweise die Sauerstoffflasche ausfällt, hat dein Kamerad ein extra Mundstück an seiner Gasflasche hängen.
Wie man unter Wasser atmet
Es ist leichter gesagt, als getan. Soviel kann ich Euch sagen. Wenn uns Gott nur alle mit Kiemen gesegnet hätte, wie er es mit Kevin Costner in Water World getan hat. Ehrlich gesagt, ist das Atmen unter Wasser ziemlich schwierig zu erlernen. Das erste, was wir in diesem Tauchlehrgang getan haben, war ein Testatmen mit einem Mundstück und einer Pressluftflasche in einer kleinen und ruhigen Lagune. Aus irgendeinem Grund habe ich sofort wie nach einem Marathon zu schnaufen begonnen, sobald ich das Mundstück in den Mund genommen hatte. Wenn man zu intensiv einatmet, ist die Gasflasche nicht nur innerhalb von einer halben Stunde leer. Es ist außerdem schädlich für den Körper. Das saugende Geräusch des Mundstücks hat mir schließlich dabei geholfen, meine Atmung zu kontrollieren. So konnte ich viel länger unter Wasser bleiben.
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Donnerstag, September 18, 2008
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